FAQ - häufig gestellte Fragen

Pflanzenkohle, auch Biokohle genannt, wird durch thermische Karbonisierung von Biomasse wie z.B. unbehandeltem Holz , Hecken, Grünschnitt sowie anderer Restbiomasse hergestellt. Pflanzenkohle besitzt eine sehr poröse Struktur und entsprechend eine hohe innere Oberfläche. Zudem bleibt bei der Herstellung von Pflanzenkohle ca. 50% des ursprünglichen Kohlenstoffs langfristig gebunden.
Pflanzenkohle wird in der Landwirtschaft, Industrie, Gewässer, Baustoffen etc. erfolgreich eingesetzt.

Auch bei der Pflanzenkohle gibt es immense Qualitätsunterschiede. Achten Sie beim Kauf immer auf die PAK- Zertifizierung, die Ihnen ein hoch qualitatives Produkt garantiert. Die bei uns erhältliche Pflanzenkohle unterliegt selbstverständlich den PAK- Richtlinien. Hier erfahren Sie mehr zu der europäischen PAK- Verordnung:
http://www.european-biochar.org/de

Pflanzenkohle ersetzt keinen Dünger. Sie wird in Kombination mit Düngern eingesetzt. Denn sie ist in der Lage die durch den Dünger zugeführten Nährstoffe,
sowie Wasser zu speichern und diese nach und nach, je nach Bedarf an die Pflanzen abzugeben.

Durch ihre enorme Speicherkapazität ist die Pflanzenkohle in der Lage, wichtige Nährstoffe, sowie Wasser aufzunehmen und zu speichern. Sowohl in Hochwasser, als auch in Dürrezeiten zeichnet sich der Einsatz von Pflanzenkohle durch die regulierende Wirkungsweise aus. Sie dient zudem den Bodenlebewesen als Behausung, schafft Artenvielfalt, einen lockeren Boden und Bodenfruchtbarkeit. Durch ihre hohe Speicherkapazität werden Auswaschungen von Gülle ins Grundwasser verhindert. Der Einsatz von Kunstdünger erübrigt sich gänzlich, was eine enorme Umweltentlastung zu Folge hat.

Pflanzenkohle wird nicht einfach so in den Garten eingegraben. Ihre Funktion ist es Wasser und vor allem Nährstoffe zu speichern. Deshalb muss sie vor dem Einbringen in die Erde erst einmal "aufgeladen" werden. Eine Fermentation mit Mikroorganismen und organischem, bzw. pflanzlichen Material eignet sich hierfür hervorragend. Effektive Mikroorganismen, das pflanzliche und/ oder organische Material, evtl. etwas Wasser, sowie die Pflanzenkohle werden miteinander vermengt. Anschließend wird das Material in einen luftdichten Behälter gegeben und einer 4 Wochen langen Ruhezeit ausgesetzt. Durch den Sauerstoffausschluss bilden sich nun wichtige Nährstoffe, Vitamine und Enzyme mit der sich die Pflanzenkohle "vollsaugt". Anschließend werden ca. 500g/m³ in den Gartenboden eingegraben. Was entsteht ist eine hochwertige "Terra Preta" Erde.

Die Pflanzenkohle dient den Bodenlebewesen als Behausung und schafft somit einen lockeren, fruchtbaren Boden. Sie speichert zudem Nährstoffe und Wasser und versorgt somit die Pflanzen, je nach Bedarf, mit dem was sie benötigen. Nährstoffe bleiben im Boden und werden nicht ausgewaschen.

Pflanzenkohle findet im landwirtschaftlichen Bereich sowohl in der Fütterung, als auch der Gülleveredlung und beim Einstreu seinen Einsatz.

Die Futterkohle dient der Schadstoffbindung(Toxine) im Darm und wirkt sich positiv auf Verdauungsvorgänge aus. Futterkohle kann bei Akutfällen zur Entgiftung genauso eingesetzt werden, wie prophylaktisch zur Erhaltung der Tiergesundheit, zudem ist keine Futterumstellung nötig. Dabei erzielt der Einsatz kleiner Mengen schon große Wirkung. Zunehmende Tiervitalität, zurückgehende Zellzahlen in der Milch und Steigerung der Milchinhaltstoffe, sowie eine Reduzierung der Klauen- und Euterprobleme konnten beim Einsatz von Futterkohle beobachtet werden. Zudem wirkt die Futterkohle nicht nur im Bereich der Tiergesundheit.

Futterkohle kann sowohl Milch, als auch Jungvieh, Schweinen, Hühnern, Hunde und Katzen in der entsprechenden Dosis verabreicht werden.

Pflanzenkohle dient der Vermeidung von Emissionen. Durch die Speicherung von Nährstoffen, Stickstoff und Schwefel mittels Pflanzenkohle in der Gülle können wir genau das erreichen. Die enorm große Oberflächenstruktur kann nicht nur Schadstoffe, sondern auch Gerüche binden, was die Geruchsneutralisierung der Gülle unterstützt. Zudem wird die Fließfähigkeit der Gülle deutlich verbessert. Was entsteht, sind nachhaltig fruchtbare, lockere und belebte Böden. Durch die hohe Speicherkapazität der Pflanzenkohle wird zum einen der Hochwasserproblematik entgegengewirkt, zum anderen können auch Dürrezeiten erfolgreich
überbrückt werden. Zudem sind die wichtigen Nährstoffe für die Pflanzen jederzeit verfügbar und eine Auswaschung ins Grundwasser wird verhindert.
Folgende Vorteile sind durch die Einbringung von Pflanzenkohle in die Gülle zu verzeichnen:
• geringe Stickstoffverluste – durch die Bindung des Ammoniums und Vermeidung von Proteinabbau
• erhöhte, bodenfreundliche Düngewirkung mit wenig Auswaschungsverlusten ins Grundwasser
• Terra Preta Initial – schneller Humusaufbau und gute Bodenstruktur
• Nährstoffe und Wasser optimal pflanzenverfügbar speichern
• langfristig ca. 50 % Dünger einsparen – wegen geringer Verluste (KAK)
• volle Ernte bei Trocken- und Stresszeiten
• verbesserte Nährstoffdynamik, was sowohl für erhöhtes Pflanzenwachstum aus auch für Klima- und Grundwasserschutz sorgt
• chemiefrei düngen – Umwelt und Ökosystem entlasten

Unsere Speicherkohle träg unter anderem in erheblichen Maße zur Verbesserung des Stallklimas bei. Durch die extrem hohe Oberfläche von bis zu 500m2/g bindet sie Ammoniak , Schwefelwasserstoff und Methan und verhindert die Verbreitung von Krankheitserregern.

Des Weiteren wird die Speicherkohle mit Nährstoffen und Stickstoff aufgeladen und später über die Gülle bzw. den Mist auf die Wiesen und Äcker ausgebracht.

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