Erfolgreiche Tomantenernte

Tipps und Tricks aus unserem EM-Garten


Was beachten wenn Klettertomaten gesetzt werden

Klettertomaten benötigen zuerst einmal viel Erde um Ihr üppig wachsendes Wurzelwerk voll entfalten zu können. Daher ist auf dem Balkon darauf zu achten, möglichst große Töpfe zu benutzen. Im Gewächshaus sollten Sie die Pflanzen mit viel Abstand zueinander gesetzt werden. Um die Triebe vor dem Abknicken zu bewahren ist es wichtig, diese mit Rankhilfen zu versehen und sie von Zeit zu Zeit immer wieder anzubinden.
 


Tomaten gießen und düngen

Tomaten mögen reichlich Wasser, jedoch nicht darin stehen. Darum sollte beachtet werden, dass das Wasser ablaufen kann damit sich keine Staunässe bildet. Gießen Sie, je nach Witterung, vor allem Jungpflanzen konsequent oft. An heißen Tagen mindestens einmal. Dabei bitte immer darauf achten, dass Sie nicht die Blätter begießen, dass mögen Tomaten nämlich gar nicht. Wir haben in unserem Gewächshaus daher eine Bewässerungsanlage eingebaut.
 


Diese wird natürlich nicht unbedingt benötigt, es kann auch ganz einfach vorsichtig mit der Gießkanne gegossen werden. Verzichten Sie beim Gießen der Tomaten aber bitte auf den praktischen Sprenkler. 

Vor allem während der Wachstums- und Tragephase sollten Tomaten als Starkzehrer in regelmäßigen Abständen gedüngt werden um eine volle Ernte zu erzielen. Wir geben daher einmal wöchentlich in unser Gießwasser unseren Garten- und Bodenaktivator 1:50 ein. Die Mikroorganismen steigern die Bodenfruchtbarkeit, fördern gesundes, chemiefreies Pflanzenwachstum und die Pflanzenimmunität.

Zudem geben wir, vor dem Setzen der Pflanzen ca. 250g Schwarzerdebokashi auf den Quadratmeter Boden und arbeiten ihn mit der Hacke ein. Der fermentierte Langzeitdünger enthält 

Nährstoffe, Vitamine, Antioxidantien und Enzyme die während der Fermentation entstehen. Die eingebrachte Pflanzenkohle dient als Nährstoffspeicher und gibt bei Bedarf die hochwertigen Inhaltstoffe an die Pflanze ab. 


Befruchtung der Pflanzen

Blüten, die ausreichend bestäubt werden bringen reichhaltige und schmackhafte Tomaten hervor. In der Natur geschieht dies ganz automatisch durch Insekten oder Wind. Im Gewächshaus fehlen allerdings unsere natürlichen Bestäuber. Dabei kann aber ganz einfach nachgeholfen werden. Rütteln Sie von Zeit zu Zeit immer wieder vorsichtig an der Pflanze, um einen "Windeffekt" zu erzeugen und sich die gewünschte Ernte zu sichern. 

 

 

Umgang mit Parasiten

Vor allem im Gewächshaus haben Tomaten immer wieder mit der weißen Fliege zu kämpfen. Sie fühlt sich vor allem 
an besonders warmen und feuchten Orten wohl, und genau dieser Zustand herrscht in einem Gewächshaus. Die sich rasend schnell verbreitende weiße Fliege, die eigentlich zur Gattung der Mottenschildläuse gehört, siedelt sich an der Blattunterseite an. Sie saugt dabei den Pflanzensaft und produziert zuckrig-klebrigen Honigtau, was zur Folge hat, dass auch die Früchte klebrig und schwer zu reinigen sind. 
 

Beim Auftreten der weißen Fliege besprühen wir die betroffenen Stellen mit einer Garten- und Bodenaktivatorlösung von 1:50 zweimal wöchentlich. Die weiße Fliege scheut nämlich das sauere Milieu der Mikroorganismen. So schlagen diese die weiße Fliege in die Flucht. Auch Schnecken ziehen bei einer Gießlösung mit Mikroorganismen ihre Fühler ein und suchen sich ein anderes Plätzchen. 
 


Was tun mit "Fallfrüchten"


Immer wieder kommt es vor dass überreife Tomaten zu Boden fallen. Diese "Fallfrüchte" sind vor allem bei Insekten wie Ameisen oder Fliegen besonders begehrt, was schlussfolgernd für uns Menschen heißt, dass sie für uns nicht mehr zu genießen sind. Dabei brauchen wir uns jedoch gar nicht zu ärgern. Die Fallfrüchte bringen uns im nächsten Jahr nämlich wieder die schönsten Tomatenpflanzen ins Gewächshaus/Beet. Lassen Sie die Früchte einfach liegen und arbeiten Sie sie nach dem Abräumen des Beetes oder Gewächshauses mit in die Erde ein. Ihre Samen bringen im nächsten Jahr wieder neue Tomatenpflanzen hervor. So können Sie Jungpflanzen ganz einfach selber ziehen.